Der realistische Superheld

von Olga Levina

Gesehen in der Ausstellung "80 Jahre Batman" im Amerikahaus. Die im Rahmen des Comicfestivals München eröffnete Ausstellung zeigt Einblicke in die Entstehungsgeschichte einer der populärsten Comicfiguren der Welt. Im Mai 1939 veröffentlichte der Comiczeichner und -autor Bob Kane zusammen mit dem Autor Bill Finger im Magazin "Detective Comics Nr. 27" das erste Abenteuer des dunklen Ritters, dessen Kampf gegen das Böse seit 1943 auch vielfach verfilmt wurde. Untrennbar verbunden mit Batmans Schicksal sind nicht nur seine Fürsprecher, wie Alfred Pennyworth, Commissioner James Gordon, Robin oder Batgirl, sondern auch seine Widersacher: Joker, Two Face, Pinguin, Catwoman, Poison Ivy und andere, denen in der Ausstellung ebenfalls reichlich Platz eingeräumt wird. Gezeigt werden über 90 Originalzeichnungen von mehr als 70 Comic-Künstlern, die Batmans Charakter in den letzten 80 Jahren entwickelt und teilweise sehr unterschiedlich interpretiert haben – darunter Frank Miller, Bob Kane und Dave Mc Kean. Zu sehen gibt es überwiegend Schwarz-Weiß-Zeichnungen, aber auch einige kolorierte Motive, ebenso wie einen Themenraum mit dem Motto "Arkham Asylum". Dort kann man auch das gleichnamige Computerspiel spielen und selber für einen Augenblick zu Batman werden. Wer in den Kosmos von Gotham City abtauchen und sehen will, wie der Milliardär Bruce Wayne durch Intelligenz, Willenskraft und Training zu Batman wurde, ist hier richtig. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 30. September 2019. Foto: Olga Levina

Veröffentlicht am: 04.07.2019

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Olga Levina

Redakteurin

Olga Levina ist seit 2012 beim Kulturvollzug.

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