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"OBserving Bundeswehr" und "Gob Squad" bei SpielartKnackwurst-Kultur mit Erlaubnis zum Reinbeißen

von Gabriella Lorenz am 28.11.2013

Nun weiß man so einiges über die Bundeswehr, was man noch nie darüber wissen wollte. Auch das ist Spielart: Es drängt einem ungefragt Themen auf. Und die Dramaturgie-Studenten der Bayerischen Theaterakademie, die unter Anleitung des renommierten Dokumentar-Theatermachers Hans-Werner Kroesinger Aufgaben und Funktionen der Bundeswehr erforschten, sind jetzt Experten. Sie haben ihre persönlichen Fragen („Was ist Krieg für mich?“) in mehreren Räumen des verwinkelten Prinzregententheaters installiert, durch die Guides die Besucher führen - ständig treppauf, treppab.     » weiterlesen


Samuel Weiß inszeniert "Die Schneekönigin" von Christian Andersen im ResidenztheaterMit heißem Herz locker-bairisch-heiter

von Gabriella Lorenz am 27.11.2013

So ein Pech: Die Drehbühne will sich nicht drehen. Damit sie keine Stehbühne bleibt, ermuntern zwei Bühnenarbeiter in schönstem Bairisch das Publikum zur Mithilfe. Kaum haben sich alle zur Seite gelehnt, setzt sich die Drehscheibe in Bewegung. Mit diesem Pannen-Gag beginnt im Residenztheater „Die Schneekönigin“. Samuel Weiß inszenierte Hans Christian Andersens Märchen in einer Fassung des russischen Dichters Jewgeni Schwarz. Weiß bietet alles auf, was ein Familienstück (für Kinder ab 6) braucht, und das fügt sich zu durchaus märchenhafter Unterhaltung.     » weiterlesen


"Heinrich tanzt" im StaatsballettLiebe kann tödlich sein

von Isabel Winklbauer am 28.07.2013

"Heinrich tanzt II", das Jugendprojekt des Bayerischen Staatsballetts, erkundet die schönen neuen und tückischen Seiten von Beziehungen - ohne Angst vor großen Gefühlen     » weiterlesen


"Geschmackssache – Mode der 1970er Jahre" im StadtmuseumPolyestermaschengewirkte Staying-alive-Happyness

von Barbara Teichelmann am 18.04.2013

Ach, wie war das damals bunt: Eine Ausstellung im Stadtmuseum zeigt Mode der 1970er Jahre. Viele mehr aber auch nicht.     » weiterlesen


Interview mit Chad Urmston von State Radio„Das was dich bedrückt einfach wegspringen“

von kulturvollzug am 12.03.2013

Chad Urmston, der Frontmann von State Radio erkennt uns sofort und spricht uns, ohne groß zu überlegen, mit Vornamen an. Noch im Januar hat er mit seiner Band Dispatch in München gespielt und uns ein Interview gegeben. Heute, keine zwei Monate später, tritt er auch mit seinem Nebenprojekt State Radio im Backstage auf. Selten trifft man so unprätentiöse, geerdete Künstler. Chad entschuldigt seine Bandmitglieder: Bassist Chuck Fay muss sich anziehen und zum Soundcheck; Schlagzeuger Mike Najarian schläft schon den ganzen Tag, keine Ahnung ob der noch auftaucht. Ein Interview, ein bisschen wie in einer Studenten-WG - nur spannender.     » weiterlesen


Hagen Rether im Prinzregententheater"Ist doch alles gut!"

von Eveline Kubitz am 04.12.2012

Hätte man das mal vorher gewusst, man hätte sich einen Müsliriegel eingepackt. Oder Traubenzucker. Oder was auch immer diese Radsportler essen, um dem Körper kurz vor dem Endspurt – eigentlich schon im Wachkoma – nochmal Energie zuzuführen. Matt hält man sich an den Rückenlehnen der Theaterstühle fest, als man nach dreieinhalb Stunden Hagen Rether das Prinzregententheater verlässt. Selten sind dreieinhalb Stunden sitzen so fordernd, so anstrengend, so bleischwer und so inspirierend und federleicht zugleich.     » weiterlesen


Deutscher Tanzpreis für Ivan Liška: Noch immer Sehnsucht nach dem Meer

von Isabel Winklbauer am 04.02.2012

Bevor er 1998 die Leitung des Bayerischen Staatsballetts übernahm, tanzte er wichtige Rollen in Düsseldorf, München und Hamburg. Heute wird Ivan Liška mit dem Deutschen Tanzpreis geehrt. Um mehr über den Preisträger zu erfahren, schickte ihm Kulturvollzug Marcel Prousts (leicht modifizierten) Fragebogen.     » weiterlesen


Christian Stückl wuchtet den „Stellvertreter“ auf die Bühne: Viel Diskurs, wenig Theater

von Barbara Teichelmann am 26.01.2012

Als es gegen Ende des Abends zu regnen beginnt, kommt das einer kleinen Erlösung gleich: Endlich ein theatrales Mittel jenseits des Gesprochenen! Fast wäre man vertrocknet zwischen all den Wörtern, zwischen all den argumentativen Aufbauten, die Rolf Hochhuts Drama „Der Stellvertreter“ inszeniert, um logisch fiktiv und historisch fundiert aufzuzeigen, dass sich Papst Pius XII. schuldig gemacht hat, weil er lächerlich wenig bis nichts gegen die Massenvernichtung der Juden im Dritten Reich unternahm.     » weiterlesen


Holger Dreissigs "Heiratsmarkt" im i-camp: Slapstick, Schmäh und Mopsmoderne

von Michael Wüst am 13.01.2012

Mit seiner 21. Verwaltungsperformance „Heiratsmarkt“ feiert Autor und Regisseur Holger Dreissig heuer ein Jubiläum. Seit 20 Jahren nun schon hält er das Münchner Publikum an, mit ihm über das Verhältnis von Theater und Verwaltungsperformance zu forschen. Es scheint allerdings gewaltiger Umwege und Denkschleifen zu bedürfen, die Begrifflichkeit des Langzeitprojekts selbst zu klären, widmet sich Dreissig mit seinen Stücken doch seit Jahren schon dem, was nicht verwaltbar ist. Könnte es sein, dass es sich da um einen Schmäh handelt?     » weiterlesen


Spielart zeigt „Castle of Dreams“: Wie lautet das erste Gebot des Kapitalismus? Konsumiere bis der Affe in Dir zum Orgasmus kommt!

von Barbara Teichelmann am 22.11.2011

Karriere, die Umwelt retten, Liebe, Kinder, oder doch ein Haus? In Anbetracht der Tatsache, dass wir vorerst nur dieses eine Leben zur Verfügung haben, kommt man nicht umhin, sich ein, zwei Gedanken zu machen. Wie will ich leben? Wenn dann erstmal ein bisschen Zeit vorbeigerauscht ist, merkt man, dass zwischen Geld verdienen und Geld ausgeben nicht viel Raum bleibt, für das, was wir mal vom Leben wollten, für schöngeistige Ideale zum Beispiel, oder für politisches Engagement über den Wahlzettel hinaus. In seinem Stück „Castle of Dreams“ konfrontiert  der japanische Regisseur Daisuke Miura uns mit eben dieser Absurdität.     » weiterlesen


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