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Musik

Zum Tod von Al PorcinoMinor Swing für eine Legende

von Clara Fiedler am 25.01.2014

„Er war ein Bindeglied zu einer Epoche, zu einer Zeit, aus der die Meisten schon gestorben sind, also der Swing-Ära. Dafür war er repräsentativ, weil er mit all denen gespielt hat. All denen, die Rang und Namen hatten.“ Es sind Namen wie Frank Sinatra, Count Basie und später Charlie Parker, Woody Herman und Dizzy Gillespie, auf die ein Münchner Saxophonist in diesen Sätzen anspielt. Wie so viele Spitzenmusiker der hiesigen Jazzszene war er jahrzehntelang Mitglied in der Bigband des New Yorker Trompeters Al Porcino. Porcino, der seit 1977 in München lebte, verstarb in der Nacht des 31. Dezembers 2013. Ein Nachruf.     » weiterlesen


Simone Kermes und Vivica Genaux im HerkulessaalBarocke Rivalitäten und heutige Geschmacklosigkeiten

von kulturvollzug am 18.01.2014

Einen historisch-musikalischen Wettbewerb zwischen zwei Barock-Diven, nämlich Faustina Bordoni und Francesca Cuzzoni wollten Simone Kermes und Vivica Genaux musikalisch in Szene setzen: Dass das auf der kahlen Bühne des Herkulessaales ohne den Charme verbindender Worte nicht einfach werden würde , war zu befürchten. Es kam schlimmer.     » weiterlesen


„Viva Las Vegas“ im GOP Varieté-TheaterEine andere Reise durch die Spielhölle der Welt

von Gabriella Lorenz am 15.01.2014

In Nevadas Sündenbabel gibt es Glamour-Boulevards, Casinos und Entertainment-Tempel, wie sie Videos des nächtlichen Las Vegas im GOP-Theater zeigen. Aber auch Kaschemmen und verkrachte Existenzen. Ein bisschen davon deutet die Varieté-Show „Viva Las Vegas“ an, die den Star-Glanz parodiert.     » weiterlesen


Die Weltmusikgruppe "Fei Scho" mit ihrer neuen CD "Weltensprung"Hier gibt's die neuen Panorama-Ohren

von Michael Wüst am 03.01.2014

Zum Jahreswechsel sollte man mal wieder die Schubladen durchschauen, eventuell neu beschriften: Es gilt da diese Gruppe „Fei Scho“ einzuordnen. Wo tun wir die also hin? „Volksmusikgruppe“ – schlecht, da lungern die traditionell Korrekten herum. TV-Taugliches ist da vorherrschend bis hin zu Maria „Highway to“ Hellwig. „Volxmusikgruppe“ kann man auch nicht mehr hören und sehen. Pseudo-Spontis. Tahrirplatz-Zwiefacher, Hafenstraße-bleibt-Jodler. „Fei Scho“ ist für diese Etikette zu eigenartig, im guten Sinne viel zu fein. Bayerische Weltmusik? Das könnte imperial missverstanden werden. Man gibt auf. Dann eben nicht. Aber gerade das macht einem klar: Ach so, das ist ja immer so, wenn man einräumen muss: Das ist einfach nur gute Musik!     » weiterlesen


"Stern über Biburg", die neue CD der Unterbiberger HofmusikSchlicht schön und schlicht ergreifend

von Michael Wüst am 20.12.2013

Die Unterbiberger Hofmusik besteht im Kern aus dem Quartett, das die Familie Himpsl selbst bildet. Mutter Irene (Akkordeon), Vater Franz (Trompete) und die beiden Söhne Ludwig (Waldhorn) und Xaver (Trompete). Hinzu kommt seit kurzem noch der kleine Franz Josef Ferdinand, der auch schon Trompete spielt und auf der neuesten Produktion singt. „Stern über Biburg“, so lautet der anmutige Titel der neuen CD.     » weiterlesen


"musica viva" mit Werken von John Zorn, Philipp Manoury und Jorge E. LopezWär' er doch herausgetreten - Kubaner im Kärnter Komponierhäusel

von Alexander Strauch am 18.12.2013

Zwischenbilanz bei "musica viva": Vergangenen Freitag (13.12.13) fand das dritte Konzert der Reihe des Bayerischen Rundfunks im Herkulessaal der Münchener Residenz statt. Das Sinfonieorchester des Senders unter Brad Lubman führte Werke von John Zorn, Philipp Manoury und Jorge E. Lopez auf. Das Konzert zeigte das Spannendste gleich zu Beginn mit der deutschen Erstaufführung von John Zorns „Orchestra Variations“. Dieses kürzeste Werk des Konzerts ist dem Andenken Leonard Bernsteins gewidmet.       » weiterlesen


Titus Waldenfels und Michael Reiserer im "Nomiya"Ein Mambo ohne Namen in der Traumstadt ohne Herz

von Michael Wüst am 10.12.2013

Titus Waldenfels und Ferdinand „Ferdl“ Schuster sind beide Münchner und kennen sich. Und zwar schon jahrelang. Möglicherweise sind solche Begegnungen vor Jahren leichter zustande gekommen. Der Erstgenannte war lange Zeit als One-Man-Bandleader seiner selbst unterwegs, während zweitgenannter Ferdl der Wirt des sogenannten bayerischen Japaners „Nomiya“ an der Wörthstraße 7 ist. Und das seit 17 Jahren. Mit Titus Waldenfels und Michael Reiserer erlebten wir mal wieder einen schönen Abend im „Nomiya“.     » weiterlesen


Das Isango Ensemble mit "Impempe Yomlingo" auf TollwoodKapstadt tanzt den Salzburger Schmäh

von Clara Fiedler am 04.12.2013

Das Tollwood-Festival bietet neben allseits begrüßtem kulinarischem Idealismus auch alle halbe Jahre ein sehenswertes Kulturprogramm. Diesen Winter geben sich unter dem Motto "Klassik anders" Künstler die Ehre, die klassische Werke uminterpretieren. Darunter befindet sich auch das Isango Ensemble mit "Impempe Yomlingo", einer südafrikanischen Adaption von Mozarts Singspiel "Die Zauberflöte".     » weiterlesen


"radio.string.quartet.viena" in der UnterfahrtTschigan, spiel uns den Wiener Weather Report!

von Michael Wüst am 03.12.2013

Manche Streichquartette sind richtig eruptiv. Harmonien verschieben sich wie Gesteinsplatten und unter Kreischen und sonorem Dröhnen steigt der Druck. Magma-Kammer-Musik – dann Ausbruch. Dann beruhigt sich wieder alles, wie im Flug einer rückwärts laufenden Explosion in den Ursprung zurück – man entspannt an einem seidigen Wasserspiegel-Akkord. Das ist Streichquartett-Dynamik. Wenn so ein Quartett dann auch noch aus Wien kommt und sich dazu noch den Ober(schla)wiener  Jo Zawinul zum Thema gemacht hat, bleibt einem erst mal nur ein anerkennendes „Bist du deppert“. „Posting Joe“, die mittlerweile fünfte CD von "radio.string.quartet.viena", bestätigte diese erste intuitive Erkenntnis. Es war nämlich großartig.     » weiterlesen


"Anatomy of Dirt" mit "48 nord" im AmpereBürgerhausabend der tödlichen Art

von Michael Wüst am 19.11.2013

„48 nord“, das ist Ulrich Müller (Gitarren, Elektronik) und Siegfried Rössert (Bass, Elektronik). Mit Patrick Schimansky (Schlagzeug, Rezitation, Elektronik) wird daraus „cape and eternity“, respektive „48 nord/cape and eternity“. Bei „Anatomy of Dirt“, der musikalischen Begegnung mit Christian Enzensbergers Text „Größerer Versuch über den Schmutz“ im Ampere war noch Gerty Beracz (Gitarre, Gesang) dabei. Hierbei blieb der Bandname gleich, der Ex-Schröder-Roadshow-Musiker war gewissermaßen ins Branding inkorporiert worden, falls das Marketing-exegetisch so richtig gesehen ist.     » weiterlesen


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