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Theater

"Herakles" am VolkstheaterEin mörderischer Held der Arbeit

von Michael Weiser am 18.02.2019

Den meisten Heldengeschichten ist eines gemeinsam: Sie sagen mehr über die Erzähler aus als über den Protagonisten ihrer Geschichten. Simon Solberg schildert den Mythos des griechischen Ur-Helden neu und spiegelt in ihm die Gegenwart. Sein „Herakles“ am Münchner Volkstheater erzählt vom Mann an sich auf der Suche nach seiner Rolle. Und stellt rhetorisch die Frage, ob Arbeit nicht überschätzt wird.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz über den steten Kampf der Münchner KinosOhne Happy End

von Karl Stankiewitz am 02.02.2019

Dem ältesten Münchner Filmtheater, dem "Gabiel" an der Dachauer Straße, droht das Aus... In den 50er Jahren gab es 125 Kinos in der Stadt. Seitdem schrumpft ihre Zahl. Ein Rückblick.     » weiterlesen


"Amsterdam" von Maya Arad Yasur am VolkstheaterWenn Stöckelschuhe im Gleichschritt marschieren

von Michael Weiser am 01.02.2019

Eine Frau erhält eine Rechnung aus dem Jahre 1944, sieht nicht ein, dass sie zahlen soll - und reist zurück in die Vergangenheit. Ihre Recherchen bringen keine Gewissheiten, im Gegenteil: In Sapir Hellers Inszenierung von Maya Arad Yasurs Stück "Amsterdam" am Volkstheater bleiben verstörende Fragen über Geschichte, ihre Aufarbeitung und das Scheitern daran. Eine Lehrstunde? Schon. Aber furios. Und mitunter ziemlich komisch.     » weiterlesen


Die "Möwe" von Tschechov am Cuvilées-TheaterDiese Müdigkeit, diese unglaubliche Müdigkeit

von Michael Weiser am 25.01.2019

Alvis Hermanis inszeniert Anton Tschechows "Möwe" und lässt die Zuschauer ein wenig ratlos zurück: Was, gleich nochmal, wollte Hermanis uns sagen, was wir nicht schon längst von Tschechow vermutet hatten?     » weiterlesen


"Kurze Interviews" am Münchner VolkstheaterDas fiese Geschlecht

von Jan Stöpel am 25.12.2018

Das starke Geschlecht auf dem Prüftstand. Oder dem Schaffott: Mit "Kurze Interviews mit fiesen Männern" rechnete David Foster Wallace mit dem Mann ab. Abdullah Kenan Karaca hat die Collage nun auf die Bühne des Münchner Volkstheaters gebracht.     » weiterlesen


Ausstellungen zeigen die Auseinandersetzung von Künstlern mit der Revolution 1918Rote Fahnen beleuchten Grau in Grau

von Karl Stankiewitz am 29.11.2018

Was vor hundert Jahren in München und rundum geschah, wird gern als „Aufstand der Literaten“ bezeichnet – oder verspottet. Eine Ausstellung in der Monacensia („Dichtung ist Revolution“) verweist durch Textbezüge von Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam und Ernst Toller auf diesen historischen Aspekt. Weniger bekannt ist, dass auch die Bildende Kunst jener „sozialen Revolution“ (Eisner) ihren Stempel aufgedrückt hat - ähnlich wie in der Studentenrevolte 50 Jahre später.     » weiterlesen


Victory Condition im MarstallWohnst du noch oder siehst du schon die Matrix?

von Jan Stöpel am 29.11.2018

Alptraum in der Einraumwohnung: Chris Thorpes Stück "Victory Condition" macht einem vor, über wie wenige Knotenpunkte alles miteinander verbunden ist und stellt damit die Fragen nach Wahrnehmung: Was nehmen wir eigentlich als Welt wahr? Ein unbehaglicher und dennoch faszinierender, kurzer Abend mit längerem Nachbeben.     » weiterlesen


Kusejs Abschiedsinszenierung "Der nackte Wahnsinn"Höchst vergnügliches Scheitern

von Jan Stöpel am 01.11.2018

Martin Kusej feiert seinen Abschied - und bringt mit Michael Frayns wilder Farce "Der nackte Wahnsinn" nochmals Theaterirrwitz auf die Bühne. Ein Stück im Stück, in dem nichts gelingt - als Bilanz seiner Münchner Jahre will Martin K. das gewiss nicht verstanden haben.     » weiterlesen


Der Sommernachtstraum als Saisonstart im VolkstheaterDieser Sommer war ein Alptraum

von Jan Stöpel am 01.10.2018

Ein Sommernachtsalptraum in den Kulissen einer "Shakespeare"-Verfilmung: In Kieran Joels Inszenierung des "Sommernachtstraums" am Münchner Volkstheater ist alles nur geträumt, bis zur Verbeugung am Ende. Die Inszenierung erzählt nicht viel Neues über das gar nicht mal so romantische Wesen der Liebe, das aber immerhin unterhaltsam.     » weiterlesen


Heiner Müllers "Tristan" in LinzDurch den Tod zum wahren Leben

von Jan Stöpel am 21.09.2018

Warum soll's einen heute kümmern, wie man vor 25 Jahren auf der Bühne starb? Weil Stefan Suschkes Rekonstruktion von Heiner Müllers Bayreuther "Tristan"-Inszenierung 1993 den Ausflug nach Linz absolut lohnt. Gefühlsausbrüche inmitten höchster Abstraktion - das muss man erstmal so hinbekommen. Linz ist ein Ziel nicht nur für Opern-Nostalgiker.     » weiterlesen


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