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Theater

"King Arthur" von Henry Purcell in der Reithalle mit dem GärtnerplatztheaterIm Bällebad

von Michael Weiser am 11.12.2016

Jubel in der Reithalle: Am Donnerstag (8.12.16) feierte "King Arthur" von Henry Purcell in der Inszenierung des Gärtnerplatz-Theaters Premiere. Stammt aus dem Barock, war aber in der Reithalle ganz im Heute: Nix mit England, dem schönsten aller Länder. Vielmehr: Eine ratlose Gesellschaft auf der Reise ins Nirgendwo. Hört sich trüb an, war es aber nicht. Ein Tipp.     » weiterlesen


Diskussion zum Streit um die KammerspieleHier sitze ich und will nicht anders

von Michael Weiser am 24.11.2016

Sind die Kammerspiele in der Krise, oder sorgt Matthias Lilienthal dort für eben das Theater, das München braucht? Medien und Kammerspiele setzten sich auf dem Podium zusammen und diskutierten. Und kamen nicht zusammen. Der Streit um den Kurs der Münchner Kammerspiele: Er hat schon was von einem Glaubenszwist. Am Ende versprach Lilienthal etwas, oder er drohte, je nach Standpunkt.     » weiterlesen


Zur Krise der Münchner KammerspieleNoch eine Baustelle, oder doch schon Ruine?

von Michael Weiser am 14.11.2016

Es ist was faul im Stadttheater. Oder ist alles nur Theaterdonner? Die Kammerspiele produzieren derzeit Schlagzeilen und Debatten über sich selbst. Und provozieren nach Absagen und Abgängen vor allem eine Frage: Ist das noch eine Baustelle oder schon eine Ruine? Eine Bestandsaufnahme.     » weiterlesen


Empire # 2 von Rohtheater in der Container-CityStadtrundfahrt durch Gegenmünchen

von Michael Wüst am 14.11.2016

Während die einen zur Autopsie einer Stadt aufrufen, sehen ihre Kuratoren beim Blick auf die Apparate alle Lebenssysteme erhalten. Eine vorübergehende Unterzahl an subkulturellen Körperchen könnte jahreszeitlich bedingt sein und im Wasserglas ist noch keiner ertrunken. Wieviel Subkultur ist also der Stadt nun zu verschreiben? Darf´s ein kleines Atelier sein? Oder ist es nicht anders? Vielleicht geht, wer heute Subkultur macht, abgesehen davon, dass er mit dem ollen Top-Down-Begriff nichts mehr am Hut hat, nur andere Wege und zeigt sich an anderen, neuen Orten. Es sind ja oft die Veteranen der guten alten Subkulturzeit, die an ihren Gemarkungen ausgeharrt haben und schreien: Keiner da, nicht mal ich!      » weiterlesen


Jugendproduktion im ResidenztheaterRobin Hood, der Rächer der Demokraten

von Isabel Winklbauer am 14.11.2016

Little John stöhnt über den Milchpreis, King John will Burkas verbieten und Maid Marian stellt das Familienmodell in Frage: Der neue "Robin Hood" von Regisseur Robert Gerloff ist linksdemokratischer Politikunterricht im Actiongewand. Bedenklich: Das Geheimzeichen des Outlaws und seiner Bande ist der erhobene Zeigefinger. So schillernd und fantastisch die Umsetzung auch ist, diese Inszenierung zwängt ihre Zuschauer mit Gewalt ins Korsett des liberalen Regenbogenbürgers.     » weiterlesen


Shakespeares Sturm am VolkstheaterDer Letzte räumt die Bühne auf

von Michael Weiser am 03.11.2016

Christian Stückl und sein Bühnenbildner Stefan Hageneier richten Kleinholz an: Shakespeares „Sturm“ fegt durchs Volkstheater. Und kommt dem Vorwurf der Harmlosigkeit mit durchaus naheliegender Kolonialismuskritik zuvor.     » weiterlesen


Uraufführung von Peter Stangels Dada-Operette "Cabaret Voltaire"Ein paar Schrägheiten

von Christa Sigg am 20.09.2016

Kindergebrabbel, Federmesser oder Haarwaschmittel? Generationen von Kunstexperten haben erstaunlich ernsthaft darüber sinniert, woher der Begriff Dada kommt. Dabei ist alles so simpel. Lenins Angetraute rief vor 100 Jahren einfach nur „ja ja!“, auf Russisch „da da“. Und schon sind die fantasievoll ausgetüftelten Gründungsmythen vom Tisch. Mit dieser amüsanten Erkenntnis verlässt man die Uraufführung der ersten Dada-Operette in der Alten Kongresshalle.     » weiterlesen


Interview zur Uraufführung der Dada-Operette "Cabaret Voltaire"Oh, eine Dadaperette!

von Christa Sigg am 09.09.2016

Überall wird Dada gefeiert. Was noch fehlt, ist eine Operette. Die hat der Münchner Peter Stangel komponiert – am Sonntag (11.9.2016) ist die Uraufführung in der Alten Kongresshalle über der Theresienwiese. Der 52-Jährige Musiker, der auch als Dirigent wirkt, wurde in der ehemaligen CSSR geboren und hat an verschiedenen Opernhäusern gearbeitet. Als Kulturvermittler und künstlerischer Leiter der Taschenphilharmonie ist er eine feste Größe im Münchner Klassikbetrieb.     » weiterlesen


"Der fliegende Holländer" bei den Bayreuther FestspielenOrdentlich gesungen auf dem Oberdeck

von Christa Sigg am 25.08.2016

Holländers Geldköfferchen rollt immer noch wie geschmiert. Und vielleicht sollte Ventilatoren-Hersteller Daland am Ende besser auf die Produktion von Reisegepäck umstellen, anstatt das eben erst in den Freitod gegangene Liebespaar als Nippesfiguren zu vertreiben. Der alberne Gag zieht einfach nicht und ist nur der i-Tupfen auf einer flapsig-sterilen Inszenierung des "Fliegenden Holländers" in Bayreuth.     » weiterlesen


Uwe Eric Laufenbergs Parsifal in BayreuthViel hilft viel auf der Nahost-Expedition

von Christa Sigg am 18.08.2016

Am Ende löst sich alles auf. Amfortas, Kundry – überdimensional wird ihr sieches Antlitz für einen kurzen Moment auf die Bühne geblendet, um sogleich im Diffusen zu verschwinden. Selbst die Totenmaske Richard Wagners erscheint in dieser Trias der von Leid und Verdammnis Befreiten. Eine Spur Überheblichkeit darf man da ruhig unterstellen, Regisseur Uwe Eric Laufenberg, der vor anderthalb Jahren für den geschassten Jonathan Meese eingesprungen ist, wollte den Parsifal nach all dem betörenden Ballast der letzten Produktionen aufs Eigentliche zurückführen: den religiösen Gehalt. Doch erlöst wurden weder das Bühnenweihfestspiel, noch der Komponist.     » weiterlesen


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