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Theater

Martin Kusejs "Jagdszenen" an den KammerspielenChronik eines vorweggenommenen Todes

von Michael Weiser am 02.03.2015

Das "Nieder" ist auf dem Plakat durchgestrichen, und auch sonst hat sich einiges geändert bei Martin Sperrs "Jagdszenen aus Niederbayern": An den Kammerspielen inszeniert Martin Kusej den Klassiker von Martin Sperr als Rückblick - mit Anklängen an Edward Hopper. Eine eigenartig spröde Visite des Resi-Intendanten beim Rivalen von gestern.     » weiterlesen


"Maria Stuart" in den KammerspielenKriegenburgs neuester Streich - sie sind Gefangene

von Jan Stöpel am 03.02.2015

Artgerechte Haltung für Schillers Königinnen-Drama: Andreas Kriegenburg lässt bei "Maria Stuart" weise Zurückhaltung walten und arbeitet an den Kammerspielen mit ruhiger Hand und konzentrierter Sorgfalt eben die Züge heraus, die an diesem Klassiker heute noch faszinieren. Eine Einladung zur Wiederentdeckung.     » weiterlesen


Karl Stankiewitz zur Gründung der Kabarett-Legende "Rationaltheater" vor 50 JahrenDie schärfste Nummer von ganz Schwabing

von Karl Stankiewitz am 02.02.2015

Am 28. Januar 1965 eröffneten drei Ex-Studenten in der Hohenzollernstraße ein neues politisch-satirisches Kabarett. Sie nannten es „Rationaltheater“. Es war anders als die anderen. Es war von vornherein direkter, aggressiver, konkreter als zum Beispiel die bis dahin tonangebende, nur Häuserblocks entfernte „Münchner Lach- und Schießgesellschaft“, die gerade ihre erste Krise hatte.     » weiterlesen


Christian Stückls "Nathan der Weise" im VolkstheaterBruder Melek pfeift sich eins

von Jan Stöpel am 29.01.2015

Ein skeptischer Diskussionsbeitrag im Münchner Volkstheater: Christian Stückl gibt Lessings "Nathan der Weise" Raum zum Atmen und dem Saladin einen Bruder - und dem Toleranzdrama damit einen beunruhigenden Dreh.     » weiterlesen


"Lucia di Lammermoor" an der StaatsoperSelbst unser Lieblings-Dirigent suchte erfolglos

von Volker Boser am 28.01.2015

Die Erwartungen an diese Premiere der Bayerischen Staatsoper waren hoch. Star-Sopranistin Diana Damrau hat die Titelpartie in Donizettis „Lucia di Lammermoor“ seit ihrem New Yorker Debüt vor sechs Jahren in fünf verschiedenen Inszenierungen gesungen. Sie weiß, worauf es ankommt. Dazu Münchens Lieblings-Dirigent Kirill Petrenko, ein bekennender Belcanto-Fan, und eine junge polnische Regisseurin, Barbara Wysocka, deren Deutschland-Debüt 2012 an den Münchner Kammerspielen mit „Woyzeck/Wozzeck“ einiges Aufsehen erregte. Genügend Argumente, um auf eine Sternstunde zu hoffen. Doch leider überwogen diesmal die Missverständnisse.     » weiterlesen


"Gankino Circus" im Fraunhofer bei den VolksmusiktagenBeseelt ungerade mit den vier heiligen drei Vögeln

von Michael Wüst am 16.01.2015

Die grauen Tage, bevor es zu Lichtmeß wieder freundlicher wird, verbringen wir gerne im Fraunhofer Theater bei den Volksmusiktagen und lassen uns dort ordentlich einheizen. Ein paar ganz dicke Scheite legten gleich zum Auftakt der diesjährigen Volksmusiktage vier Burschen aus Franken auf, die sich seit Kindertagen kennen. Und ihrer Band „Gankino Circus“ ist es auch übrigens zu verdanken, dass Dietenhofen, ihr Heimatort, im berüchtigten mittleren Westen Frankens gelegen, das Zentrum des nicht weniger berüchtigten „Franconian Boogaloo“ geworden ist. Aber das ist ja bekannt, epochale Musikstile haben ihre eigenen Städte, das weiß man. Memphis, London, Seattle…     » weiterlesen


"Und jetzt: Die Welt" von Sibylle Berg im VolkstheaterWas Sie schon immer über Vagina-Begradigung wissen wollten

von Michael Wüst am 14.01.2015

Der von „Theater heute“ zum Stück des Jahres 2014 ernannte Text „von Frau Berg für eine Person und mehrere Stimmen. Oder anders“ mit dem vollständigen Titel „UND JETZT: DIE WELT! Oder Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen“ ist eine ballernde Textfläche, deren Buchstaben ADHS haben und die nur in hyperkinetischer Aktion in Verlautbarung überführbar sind. Ein Zappeltext. Eine synthetische Suada, die in der Lage ist, selbständig im Sicherheits-Loop mittels Viren-Scanner heteronormative Malware auszuscheiden. Wozu auch männliche Orthografie zu gehören scheint. (Oder anders?)     » weiterlesen


Anna Netrebko und Christian Thielemann beim Silvesterkonzert mit der "Csárdásfürstin"Patriotische Fürstin rettet in Dresden das Operettenland

von Volker Boser am 29.12.2014

Der einmalige Ausrutscher einer weltberühmten Opern-Primadonna? Yvonne Kálmán, die Tochter des Komponisten hatte lange darauf hingearbeitet: Wer anders als Anna Netrebko wäre dazu geeignet, der „Csárdásfürstin“ zu neuem Glamour zu verhelfen? Emmerich Kálmáns einst vielgeliebte Operette kann zwar immer noch mit manch vergnüglichen Augenblicken punkten. Aber sie ist längst nicht mehr „up to date“, die Handlung dürftig, die Musik von gestern. Im vorgezogenen Silvesterkonzert der Staatskapelle Dresden war es nun endlich soweit. Anna Netrebko wagte sich mutig auf ungewohntes Terrain -  und siegte glanzvoll, auch wenn sie manchmal nicht so recht im Bilde schien. Stimme, Allüre, Ausstrahlung: Alles passte. Eine Diva hielt Hof. Die übrigen hatten zu gehorchen, Dirigent Christian Thielemann, das Orchester, vor allem aber der ebenfalls mächtig bejubelte Tenor Juan Diego Flórez.     » weiterlesen


Mayenburgs "Stein" im MarstallGrundstein für eine falsche Legende

von Michael Weiser am 22.12.2014

Ein wenig spröde, diese deutsch-deutsche Familiengeschichte: In "Der Stein" handelt Marius von Mayenburg sechzig Jahre Geschichte ab. Und fordert den Zuschauer mit seinen Zeitsprüngen arg. Im Marstall feierte die Inszenierung von Sarantos Zervoulakos Premiere.     » weiterlesen


Luk Perceval inszeniert James Joyces "Exiles" an den KammerspielenBilder einer Ausstellung

von Katrin Kaiser am 21.12.2014

Oft gibt es gute Gründe dafür, dass selten gespielte Theaterstücke so selten gespielt werden. James Joyces einziger Dramentext "Exiles" ist so ein Beispiel. Das Kammerspiel verhandelt auf recht moderne Weise die Liebe als erstarrte, nicht gelebte Sehnsucht. 1919 wurde der Drei-Akter an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt. Unter Luk Percevals Regie ist das Stück nun dorthin zurückgekehrt. Die aktuelle Inszenierung zeigt, wie schwer es ist, einen künstlerischen Ausdruck für nicht gezeigte Gefühle zu finden.     » weiterlesen


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