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Leben

Herbert Nauderer entführt im Kallmann-Museum in eine rätselhafte WeltNeue Fragen im Mausmannsland

von kulturvollzug am 27.10.2016

Bekanntlich beziehen sich die Ausstellungen im Kallmann-Museum in Ismaning immer irgendwie auf das Oeuvre seines Initiators Hans Jürgen Kallmann, der sich vor allem mit seinen Menschen- und Tierbildern sowie seinen Landschaften einen Namen gemacht hat. Allerdings hat er nie mehrere verschiedene Motive gemeinsam ins Bild gesetzt, vielmehr konzentrierte er sich immer auf einen Gehalt. Ganz anders Herbert Nauderer, er kreierte eine Kunstfigur, halb Mensch halb Tier, die in einem klar abgegrenzten Land lebt. Im Vergleich wirkt das so, als ob Nauderer Kallmanns Genres zu einer Ganzheit gebündelt hätte.     » weiterlesen


"Der fliegende Holländer" bei den Bayreuther FestspielenOrdentlich gesungen auf dem Oberdeck

von Christa Sigg am 25.08.2016

Holländers Geldköfferchen rollt immer noch wie geschmiert. Und vielleicht sollte Ventilatoren-Hersteller Daland am Ende besser auf die Produktion von Reisegepäck umstellen, anstatt das eben erst in den Freitod gegangene Liebespaar als Nippesfiguren zu vertreiben. Der alberne Gag zieht einfach nicht und ist nur der i-Tupfen auf einer flapsig-sterilen Inszenierung des "Fliegenden Holländers" in Bayreuth.     » weiterlesen


Uwe Eric Laufenbergs Parsifal in BayreuthViel hilft viel auf der Nahost-Expedition

von Christa Sigg am 18.08.2016

Am Ende löst sich alles auf. Amfortas, Kundry – überdimensional wird ihr sieches Antlitz für einen kurzen Moment auf die Bühne geblendet, um sogleich im Diffusen zu verschwinden. Selbst die Totenmaske Richard Wagners erscheint in dieser Trias der von Leid und Verdammnis Befreiten. Eine Spur Überheblichkeit darf man da ruhig unterstellen, Regisseur Uwe Eric Laufenberg, der vor anderthalb Jahren für den geschassten Jonathan Meese eingesprungen ist, wollte den Parsifal nach all dem betörenden Ballast der letzten Produktionen aufs Eigentliche zurückführen: den religiösen Gehalt. Doch erlöst wurden weder das Bühnenweihfestspiel, noch der Komponist.     » weiterlesen


Das Europäische Künstlerhaus in Freising zeigt Kunst von syrischen KünstlernAuf der Suche nach Identität

von kulturvollzug am 16.07.2016

In den vergangenen elf Jahren hat sich der Schafhof in Freising als Begegnungsstätte europäischer Künstler einen Namen gemacht, nun überschreitet er mit der Ausstellung „Transfer > Syrien“ seine selbst gesteckten Grenzen. Er eröffnet damit Einblicke in die zeitgenössische Kunst eines Landes, das derzeit vor allem wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen in aller Munde ist. Ein wesentlicher Aspekt für dieses Projekt ist die Sensibilisierung der Besucher für die Flüchtlingssituation.     » weiterlesen


Stadtteil-Tour zu neuen Projekten eines sozial-ökologischen MünchensVom Holler beim Fräulein bis zur Insel am Marienplatz

von Karl Stankiewitz am 24.06.2016

Wir stehen am Südeingang des Englischen Gartens. Nebenan bieten die Eisbachsurfer ihr ganzjährig gut besuchtes Spektakel. Ringsum vier Ausstellungshäuser. Doch nichts davon interessiert unseren Stadtführer. Vielmehr geleitet Max Zeidler die kleine Gruppe zu einem unscheinbaren Holundergewächs am Wegrand. Fragende Augen. Da zieht der Max aus seiner roten „Stattreisen“-Tasche einen bunten Internet-Ausdruck, auf dem unser Bäumchen mit einem roten Icon auftaucht. Die Karte stammt von „mundraub“.     » weiterlesen


70 Jahre "Meitinger-Plan" für MünchenRettung der Ruinenstadt

von Karl Stankiewitz am 28.04.2016

Das neue München wurde vor 70 Jahren im 6. Stock des alten Hochhauses an der Blumenstraße geplant. Vom Februar bis zum Mai 1946 arbeitete Stadtbaurat Karl Meitinger an seinen „Vorschlägen zum Wiederaufbau“. Schon während des Krieges hatte er einige Gedanken dazu niedergeschrieben, sagt sein Sohn Otto Meitinger dem Kulturvollzug. Bei der endgültigen Fassung, die Oberbürgermeister Karl Scharnagl am 14. August 1946 dem Stadtrat vorlegte, musste er sich auf 64 Seiten beschränken. „Für ein umfassenderes Dokument reichte die Papierzuteilung der amerikanischen Militärregierung nicht“, verrät heute der 87jährige Architekt und Denkmalpfleger Otto Meitinger, der für den Wiederaufbau der Residenz verantwortlich und acht Jahre lang Präsident der Technischen Universität war.     » weiterlesen


Vollrad Kutscher und Richard Thieler im Freisinger SchafhofLeuchtende Werke

von kulturvollzug am 27.04.2016

Licht ist Energie und macht die Dinge erst sichtbar. Diese schlichte Tatsache kommt selten so markant wie in der aktuellen Ausstellung im Schafhof in Freising zur Geltung. Ohne Strom nämlich wäre dort rein nichts zu sehen und somit avanciert diese Präsentation flugs zu einer Chiffre für unsere Abhängigkeit. Um dies zu visualisieren hat Eike Berg zwei namhafte deutsche Künstler eingeladen, die sich mit dem Thema Identität beschäftigen - womit ihre Arbeiten sich zudem in das Jahresthema des Hauses einfügen. Obendrein reflektieren beide das Phänomen Kino, was in einer kinolosen Stadt wie Freising freilich von besonderer Bedeutung ist. Im Schafhof gibt es regelmäßige Filmvorstellungen - ein Grund mehr für diese Ausstellung an diesem Ort.     » weiterlesen


Ugo Dossi in der Regensburger Galerie "Artaffair"Ein feines Grinsen der Götter

von Michael Wüst am 22.04.2016

Ugo Dossi zeigt derzeit Arbeiten von 1976 bis 2016 in der Regensburger Galerie "Artaffair". In den Räumen der ehemaligen Privatkapelle in der Nähe des bedeutendsten Doms der süddeutschen Gotik nehmen sich die Arbeiten Dossis, eingebettet in die gotischen Spitzbögen, kongenial, geradezu konspirativ aus. Er selbst bezeichnet sich als Schmuggler des Unbewussten.  Was er schmuggelt, sind Reanimationen des im Konstrukt der Geschichte schlummernden Wissens und Ahnens.     » weiterlesen


Pierre Jarawans Roman "Am Ende bleiben die Zedern"Sehnsuchtsorte der Geschichte

von Katrin Kaiser am 08.04.2016

Der Münchner Poetry Slammer Pierre Jarawan hat mit "Am Ende bleiben die Zedern" seinen ersten Roman geschrieben. Und der ist auf ziemlich viel Medieninteresse gestoßen. Besprechungen in zahlreichen regionalen und überregionalen Zeitungen, Online-Magazinen und Blogs sind ja gerade bei einem Erstlingswerk nicht selbstverständlich. Man muss konstatieren, dass Jarawan bei diesem kraftvollen, poetischen Buch ziemlich viel richtig gemacht hat.     » weiterlesen


Berlinale-Auftakt mit "Midnight Special" von Jeff NicholsMix aus Paranoia-, Thriller- und Familienfilm

von kulturvollzug am 15.02.2016

Mit 66 Jahren... da fängt das Leben an... Ob trotziges Seniorentum à la Udo Jürgens auf die Internationalen Filmfestspiele von Berlin passt, auch wenn die Berlinale heuer ihren 66sten feiert? Welchen Jahrgang an Filmen diese Schnapszahl wohl hervorbringt? Kopfweh-lastiges oder Feier-Filme? Wir werden sehen. Bis zum 21.2.2016 grassiert auf jeden Fall wieder das Filmfieber in der Hauptstadt. Am Donnerstagabend stand schon mal ein erstklassiger Eröffnungsfilm auf dem Programm: Die vierfach Oscar-dekorierten Coen-Brüder hatten ihre satirisch-überdrehte Hommage an das klassische Hollywood-System der „Goldenen Ära“ der 1940er und 1950er Jahre („Hail, Caesar!“) im Gepäck: Ein absoluter Hit, der Kritiker- wie Publikumsherzen im Sturm für sich gewinnen konnte und zugleich ein seltener Fall.     » weiterlesen


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