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Leben

Zärtlichkeit und Brutalität: Howe Gelb begeistert mit Giant Sand im Feierwerk

von Michael Grill am 22.11.2010

Giant Sand, eine Institution des amerikanischen Alternative- und Country-Rock um den Sänger und Gitarristen Howe Gelb, ist immer in der kleinen Form geblieben: Authentizität ist wichtiger als Breitenwirkung. Die Band feiert derzeit das 25-jährige Bestehen seit dem Erscheinen ihres Debüts „Valley Of Rain“. Im Feierwerk, das wieder einmal mit hochkarätigem Programm glänzt, wird es ein später und intimer Abend mit einem großen Charismatiker und herrlicher Musik.     » weiterlesen


Die Götter haben gute Laune: Deep Purple überzeugen drahtig und oberarmfrei in der Olympiahalle

von Michael Grill am 22.11.2010

Bevor es an diesem Abend in der Olympiahalle richtige Musik gab, wurde noch die Frage beantwortet, was eigentlich aus den 80er-Jahre-Artrockern von Marillion geworden ist. Sie sind noch genau das, was sie damals waren: Schwurbelsound-Künstler mit Hang zum Sentiment und zur übertrieben ernsten Pose. Einen kurzen Totalausfall der Tonanlage überspielten sie elegant und machten den Rest mit Liebe, Fleiß und Hingabe – was durchaus einige Sympathiepunkte brachte. Dann also: die Götter persönlich, Deep Purple, der fleisch- und faltiggewordene Hardrock.     » weiterlesen


Wie St. George zu St. Willibrord wurde

von Achim Manthey am 21.11.2010

Der Stadtgänger staunt nicht schlecht, als er sich unweit des Sendlinger-Tor-Platzes in ein Dorf in Cornwall versetzt fühlt.     » weiterlesen


Interview mit Ellis Kaut: "Der Pumuckl ist Kunst"

von Michael Grill am 17.11.2010

Ellis Kaut, die Schöpferin des berühmten Kobolds, wird 90 Jahre alt. Im Interview erzählt sie von ihrer unstillbaren Neugierde, den Problemen mit ihrem Geschöpf und warum sie im Krieg aus Liebe log. Sie hat aber nicht nur den Pumuckl erfunden: Ellis Kaut ist eine Multi-Künstlerin, spielt Klavier, war Schauspielerin und ist Malerin, Bildhauerin und Autorin. Im vergangenen Jahr erschien ihre Biografie („Nur ich sag ich zu mir“, Langen Müller Verlag).     » weiterlesen


Bilder im Dunkeln und lautlose Explosionen: Ahmet Ögüts gelungene Ausstellung im Rahmen der „Ricochet“-Reihe in der Villa Stuck

von kulturvollzug am 15.11.2010

Die „Explodierte Stadt“ steht seltsamerweise wie unversehrt da: Menschenleer, aber alle Häuser intakt. Doch damit nicht auch noch die Neutronenbombe des Verdrängens alle Erinnerung auslöscht, liefert Ahmet Ögüt, der die Installation „Exploded City“ in seiner aktuellen Schau in der Villa Stuck zeigt, zu seiner Modellstadt auch die Legende. Auf einer Wandtafel sind alle Gebäude mit Namen, Standort und Datum verzeichnet. Sie sind Miniaturen real existierender Schauplätze von Terror-Anschlägen mit vermeintlich religiösem Hintergrund der letzten 20 Jahre: Hotels, Moscheen, Schulen, Banken, Bahnen und Busse zwischen Madrid, Mostar und Mumbai, Banja Luca und Bagdad, Oklahoma City und Nordossetien. Nur die Twin Towers sind nicht dabei, Ögüt hat absichtsvoll vergessen, was im kollektiven Medien-Gedächtnis ohnehin eingebrannt ist.     » weiterlesen


„Eisenstein almost lived here“

von kulturvollzug am 14.11.2010

Ein Besuch beim internationalen Studentenfestival der Moskauer Filmhochschule VGIK. Unser Autor reiste als Laiendarsteller mit einer Theatergruppe der LMU nach Russland. Im Gepäck: 14 Quadratmeter Kunstrasen, sechs Neonröhren und eine antike Fiberglasbüste.     » weiterlesen


Da weint das Fohlen: Die Schauburg inszeniert ein Märchen - und vergisst dabei die Magie

von kulturvollzug am 11.11.2010

Die magische Wirkung einer Pferdekopfgeige hat der Film „Die Geschichte vom weinenden Kamel“ gezeigt. Wie das mongolische Nationalinstrument entstand, erzählt ein Märchen. Danach schrieb Rudolf Herfurtner sein Stück „Das Geschenk des weißen Pferdchens“, mit dem die brasilianische Regisseurin Mayra Capovilla die Melancholie des Wilden Ostens in die Schauburg holt (für Kinder ab 6).     » weiterlesen


Gastrokritik zum Restaurant Huber: Wo die Austernpilze ums Linsenbett tanzen

von Michael Grill am 11.11.2010

Da haben wir uns so gefreut auf den neuen kulinarischen Hot-Spot Münchens, auf den „Geheimtipp für Gourmets“ (AZ) im stillsten Winkel von Bogenhausen, haben schon vorab im Internet die beeindruckend unprätentiöse Karte studiert – und dann das: Das Licht ist so grell und ungemütlich wie im OP-Saal, als wir kurz nach 20 Uhr Platz nehmen im Restaurant Huber, und von zwölf Gerichten auf der Karte ist ein Drittel (!) schon aus. Darf das sein, in einem relativ neuen Laden, der es bereits in den Guide Michelin geschafft hat, und für den das Münchner Feinschmecker-Publikum das Aufscheinen des ersten Sterns quasi stündlich erwartet?     » weiterlesen


Volksmusik im Hofbräukeller

von kulturvollzug am 11.11.2010

Die Kleinkunstreihe „Brettl und Endlich“ will das Bewusstsein für klassische Volksmusik schärfen. Regelmäßig lädt sie dafür zu Aufführungen im Hofbräukeller ein.     » weiterlesen


Lernt lesen gegen Sarrazin! Richard David Precht spricht auf der Eon-Piazza über den "Sinn des Lebens"

von Michael Grill am 09.11.2010

Kann das denn gutgehen? In einer Vortragsreihe, bei der schon Kurt Biedenkopf, Richard von Weizäcker und Margot Käßmann über dieses und jenes meist Staatstragende sprachen, eine Veranstaltung einzuflechten mit dem Titel „Der Sinn des Lebens“? Eine Rubrik, die wie die Karikatur eines Bestseller-Titels von Richard David Precht klingt, fast eine Analogie zum Lockruf der Mengen-Gastronomie: Statt „All you can eat“ sozusagen das düstere Versprechen „All you can think“. Wenn einem da mal nicht schlecht wird. Der Witz in diesem Fall ist noch ein ganz anderer: Dass nämlich der Vortragende Richard David Precht selbst ist.     » weiterlesen


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